Hundert Hände – Elend Ende
Erfreulicher Trend der letzten Jahre setzt sich fort
Bernd Breuer, Vorsitzender des „Heimatvereins Glück-Auf“ konnte sich am vergangenen Samstag bei über 50 Helfern bedanken. Sie waren losgezogen, um Brachbachs Wald und Flur von Müll & Unrat zu befreien. Und der Container wurde wieder bis zum Rand gefüllt, auch wenn es bei Weitem nicht mehr die Mengen von früher sind. „Jetzt ist er da, wo er hingehört“, merkte Geschäftsführer Christoph Bätzing, zufrieden an.
Müll wird aus dem Autofenster geworfen
Einen Grund für die geringere Müllmenge sehen die Organisatoren in den regelmäßigen Abfuhroptionen, zum Beispiel für Sperrmüll und Elektroschrott. Früher habe man diese immer wieder im Wald gefunden. Waschmaschinen und Kühlschränke waren auch diesmal nicht dabei. Das wünscht man sich allerdings auch für den „To go“-Müll, der einfach aus dem Autofenster geworfen werde. Verpackungen für Imbiss, Süßigkeiten, Zigaretten und wieder mal unzählige Flaschen konnten die fleißigen Helfer zwischen 5 Jahren und 75 Jahren wieder reichlich einsammeln. „Die bringen den Müll aus der Stadt mit und werfen ihn dann hier in die Böschung“, schimpft ein älterer Teilnehmer und hält die Fast-Food-Verpackung eines Siegener Betriebes in der Hand.
Feuerwehrmann Steffen Kappes erklärte das geringere Abfallaufkommen auch damit, dass es keine Hochwasser gab. So konnten sich am Siegufer keine nennenswerten Müllmengen verfangen. Sowieso räumen die Arbeitsgruppen des Heimatvereins während ihrer wöchentlichen Einsätze aufgefundenen Müll regelmäßig sofort weg.
Imbiss nach der Müllsammlung
In der gesamten Gemarkung Brachbach/Büdenholz schwärmten die Sammelgruppen zu Fuß und mehreren Trekkern aus. Und was Breuer besonders erfreute: ein Drittel der hundert Hände waren die von Kindern und Jugendlichen. „Da waren ganze Familien, Eltern mit ihren KiTa- und Schulkindern mit blauen Säcken unterwegs“. Natürlich dabei auch die Feuerwehr und Jugendwehr, Vereinsvertreter und etliche Normalbürger.
Nach erfolgreicher Arbeit stärkte man sich anschließend mit Kaltgetränken und einer Erbsensuppe mit Würstchen im Bauhof. Den schmackhaften Imbiss von Patrick Frisch hatte die Ortsgemeinde spendiert. Den 7 cbm-Müllcontainer die Kreisverwaltung.
Wald- und Flurreinigung_260221_111430.pd[...]
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Bei der Reinigung von Wald & Flur am Samstag, 23. März 2024 sammelten rd. 30 freiwillige Helfer wieder fleißig Müll in der Gemarkung ein. Gedacht als GEMEINSAME Aktion ALLER Brachbacher, fanden sich neben den unermüdlichen Heimatvereinsaktiven und Feuerwehrleuten, sogar 2 (!) Mitbürger ein, um den 6 cbm-Container randvoll zu füllen. Bei der allerersten Reinigungsaktion 1972 machten noch rd. 100 Helfer mit: voran alle Gemeindesratsmitglieder und Vertreter sämtlicher Vereine. So ein bißchen Wehmut ob des heutigen Gemeinwohlsinns kommt dann doch auf...
Nach Pandemiepause wird am 19. März 2022 wieder gereinigt: Wald und Flur muss sauber bleiben. Die HelferInnen waren zahlreich und trugen in der gesamten Gemarkung rund 7cbm Müll zusammen. Nach getaner Arbeit gab's leckere Erwössösoabbö mit Wurst und einige Kaltgetränke. Vielen Dank an alle ehrenamtliche Mitwirkenden & Unterstützer unter der ersten Einsatzleitung von Marco.
"Wald und Flur"-Reinigung
Am 24. März 2018 wurde wieder gereinigt; rd. 30 fleißige Helfer am Werk!
Alle zwei Jahre unternimmt der Heimatverein zusammen mit vielen freiwilligen Helfern den Versuch "Wald und Flur" von Plastik und Unrat zu reinigen. Mit mehreren Traktoren und diversen Anhängern geht's dann ab 10 Uhr los um wieder in verschiedenen Gruppen in und um Brachbach herum Müll einzusammeln und zum Container am Bauhof zu bringen. Achim Müller hatte die Aktion generalstabsmäßig vorbereitet und organisiert.
Nach getaner Arbeit gibt es natürlich wieder eine deftige Erbsensuppe mit Würstchen und auch Kaltgetränke. Herzlichen Dank bereits im Vorfeld an alle freiwilligen Mitwirkenden.