Internationaler Bergbau- und Montanhistorik-Workshop zu Besuch in Brachbach

Wer kürzlich an der Reihe der am Zechenplatz geparkten Pkw vorbeigegangen ist, mag sich verwundert die Augen gerieben haben: von H bis M war alles vorhanden, N, NM, SZ, UN oder gar ZP sind ja so gar nicht die hier sonst so verkehrenden üblichen Kfz-Kennzeichen. Das deutete schon auf etwas Besonderes hin. Und das war es auch: Teilnehmer des 23. Internationalen Bergbau- und Montanhistorik-Workshop waren in unser uraltes Bergbau- und Hüttendorf Brachbach angereist, um sich über den hiesigen Bergbau der Vergangenheit zu informieren. Rund 150 interessierte Bergbaufreunde aus Deutschland und Nachbarländer nahmen an dem mehrtägigen Workshop im Tagungsort Wilnsdorf teil. Angeboten wurden u. a. Exkursionen in Südwestfalen-Siegerland- bis ins nordöstliche Rheinland-Pfalz., Musenbesuche, Vorträge, Untertagebefahrungen und diverse Begleitveranstaltungen. Im Verbund der sonst so bedeutenden Gruben wie Landeskrone, Eisenzecher Zug, Silberhardt, Fortuna, Nuttlar oder Reinhold-Forster-Stollen hatten sich auch rd. 20 Teilnehmer aus ganz Deutschland für das Auftakt-Exkursionsangebot: „Schieferbergbau Über- und Untertage in Brachbach“ eingetragen.

 

Das muntere Geplapper auf bayerisch, hessisch oder sächsisch am Startpunkt Zechenwaldplatz/Backes deutete bereits auf eine bunte Mischung hochmotivierter Besucher aller Altersgruppen hin. Nach einer kurzen Begrüßung durch den Vorsitzenden des Heimatvereins „Glück-Auf“ Achim Müller übernahmen Arnold Neuser und Theo Euteneuer von der Bergbaugruppe die muntere Schar. Auf einem Teilstück des hiesigen Grubenwanderweges erläuterte A. Neuser historische Begebenheiten aus Brachbachs Vergangenheit und die wirtschaftliche und soziale Entwicklung des Dorfes. Vorbei an den Stollen Bullenkamp, Ecke, Findling, Apfelbaum und Langgrube führte der Wanderweg zum Ziel „Josefsglück“. Dort befuhren die fachkundigen Besucher in zwei Teilgruppen das Besucherbergwerk unter Leitung der versierten Bergführer Christoph Bätzing und A. Müller, die den regen Teilnehmern die Besonderheiten des Schieferabbaus, aber auch die Lebensgewohnheiten der örtlichen Bergleute in damaliger Zeit erläuterten.

Nach Ende der Veranstaltung gab es viel Lob für die Brachbacher: „Vorher hab‘ ich noch nie was von Brachbach im Zusammenhang mit Bergbau gehört“ - „Ich hätte nicht gedacht, dass es hier eine solch intensive Aufarbeitung der wirtschaftlichen Geschichte des Bergbaus gibt“ – „Toll, in welchem Umfang ihr hier Stollenmundlöcher aufgewältigt und das Besucherbergwerk ausgestattet habt“, sind nur Auszüge der Reaktionen aus der begeisterten Teilnehmerrunde. „Wir kommen wieder, mit einem herzlichen Glück-Auf!“ – das hörten die Männer der Bergbaugruppe Brachbach zum Abschied am Liebsten.

Das der Grubenwanderweg und die Gemarkung in/um Brachbach bestens mit diversen Rastmöglichkeiten ausgestattet ist, wissen längst alle Bürger und Wanderer aus nah und fern ausnahmslos zu bestätigen. Mehr als 40 Ruhebänke, 2 Schutzhütten, vier Wasserbrunnen, urige Wegeschilder und bergbauliche Erläuterungstafeln usw. usw. hat der Heimatverein „Glück-Auf“ errichtet und pflegt diese laufend.

Nun hielt das erste Waldsofa Einzug in das bei Naturfreunden beliebte ehemalige Hütten- und Bergbaudorf Brachbach. Die Volksbank in Südwestfalen eG hatte diese kostspielige Anschaffung erst durch eine großzügige Spende möglich gemacht. Die Männer der Bergbaugruppe im Heimatverein haben dieses exklusive Ruhesofa nun fachgerecht zusammengebaut und Im Hilgert (oberhalb der Viehweide) aufgestellt. Von hier aus ergibt sich ein fantastischer Ausblick über den Ort, die Sieg hinauf ins Siegerland bis zu den Höhenzügen des Rothaargebirges.

 

viel zu tun, im Frühjahr 2022: Sturmschäden beseitigen (oben links, die NSG richtet das Kreuz vor der Jagdhütte mit Kranunterstützung wieder auf. Die BBG schneidet den GWW frei und räumt einen Einbauherd aus dem "Sauren Hahn".

 

Vandalismus dulden wir hier nicht!

Leider waren einige Idioten der Meinung, der leuchtend geschmückte Weihnachtsbaum Oben auf der Haardt müsse jetzt unbedingt mal zerstört werden. Mit einem schweren Stein haben sie den Installationskasten zertrümmert und eine lebensgefährliche elektische Anlage freigelegt. Das muss man nicht kommentieren, wird aber hier in Brachbach auch nicht geduldet. Unterstützt durch eine immense Hilfsbereitschaft aller Bürger waren wir in der Lage, innerhalb von 4 Tagen (davon 2 Werktage) die Anlage neu zu installieren. Ein Dank an Alle, die ihre Hilfe angeboten haben. Und ein besonderer Dank an diejenigen, die sich trotz dieser enttäuschenden Tat bereiterklärt haben, sich dem entgegenzusetzten. Über's Wochenende hat unser Mitglied Winfried Pfeifer von der Fa. UMO Siegen das Material kostenfrei geliefert und wurde von Mitglied Rüdiger Prudlo vorinstalliert. Mit Hilfe von Ansgar Köhler, Achim Müller und Christoph Bätzing wurde die Neuninstallation am Tag vor Hl. Drei-Könige fertiggestellt: die können jetzt kommen, und unser beleuchteter Baum weist ihnen den Weg. Herzlichen Dank an alle, die nicht bereit sind, sich dem Vandalismus zu beugen sondern mit Tatkraft entgegenzutreten! Vergelt's Gott!

Sommer & Sommer 2020: die vielen Forstarbeiten legen riesige Waldflächen frei. Der Kampf gegen den Borkenkäfer ist verloren, bietet aber zumindest wieder ganz neue Fernsichten. Die Bergbaugruppe errichtet unter einer Buche am Eingang zum Schachtpäddchön eine neue Ruhebank mit grandiosem Blick ins östliche Siegtal. Die Naturschutz- und Umweltgruppe stellt eine Bank neben das Kreuz am Weg zur Jagdhütte. Von hier aus ergibt sich ein ganz ungewohnter Weitblick in Richtung Feusburg.

 

März 2020: Die Familien Kaiser-Kappes beginnen mit Beischnitt der Obstbäume in der Au.

 

Mai 2019: Maibaumaufstellen und tagsdrauf die erfolgreiche Jaussenstation an der Meisenhütte Auf der Schustert. Diesmal stimmte auch das Wetter und der Besucherandrang war entsprechend. Ein toller Tag den die fleißigen Helfer um Raimund & Nicole für die Bewohner der umliegenden Ortschaften gestaltet hatten. 

06. April 2019 Frühjahrswanderung für alle Mitglieder zum Ausflugslokal Steimel. Bei tollem Wanderwetter, guter Stimmung und unterstützt mit einem motorisierten Fahrdienst haben fast 30 Mitglieder einen schönen, schmackhaften und harmonischen Tag erlebt.

Im Folgenden einfach mal ein Bilderstreifzug aus den wöchentlichen Aktivitäten der Arbeitsgruppen.

 

Mitgliederwanderung am 07. April 2018. Vom Apfelbaum gings über den Höhenweg zum Gasthof Waldhof. Eine fröhliche Wandergruppe bewältigte nicht nur die Strecke sondern auch die etlichen Höhenmeter zum Höhwald ohne Hindernisse.

Zur Stärkung und Belohnung für die Wanderer wurde extra ein Versorgungsfahrzeug eingesetzt. 

24. November 2017: zunächst mit vereinter Muskelkraft - dann mit Ewald's Kranunterstützung wur-den jetzt wieder schöne, schmucke Fichten als Weihnachts-bäume vorbereitet. In der Orts-mitte beim Heimathaus, beim Backes am Zechenplatz sowie im Pavillon wurden die Bäume aufgestellt. Darüber hinaus bei der Bärenschenke und der REWE.

November 2017: Die Vogel- und Ameisengruppe bereitet sich für den herannahenden Winter vor. Mit Mann und Maus wurde für die wertvollen heimatlichen Vögel eine schmackhafte Wintermahlzeit zubereitet. Diese wird dann in Futterkästen den Vögeln im Umfeld von Brachbach zur Nahrung angeboten.

Mit einem kleinen "Helferfest" sagte der Vorstand jetzt eine GROßES Dankeschön allen Aktiven, unterstützenden Unternehmen & Privatpersonen für die geleistete Arbeit. Wann immer irgendwo, irgendwelche Hilfe, Spezial-Material, Reparaturen oder Fachwissen oder auch nur eine zupackende Hand benötigt wird, bleibt unser Hilferuf nie ungehört. Dafür und für die gute Kamerdaschaft innerhalb der einzelnen Arbeitsgruppen gab's als Dankeschön leckeren Spießbraten und kühle Getränke. Bei historischen Filmen konnten wir so auch mal abseits der vielfältigen Arbeitsanforderungen einige gemütliche und unterhaltsame Stunden verbringen. Die Resoanaz war kaum erhofft worden: rund 70 Unterstützer und Freunde des Heimatverein "Glück-Auf" kamen so ungezwungen zusammen.

 

Aktivität in 2017/2018

Die Bergbaugruppe ist mal wieder äußerst aktiv. Im Bereich des Venus-Charlottenstollens (mittleres Wernsbergtal), direkt gegenüber der Rastanlage am Börnchen, wurde soeben eine Schutzhütte aufgestellt. Der Boden wurde planiert und für den Aufbau vorbereitet. Ende April dann der Abbau in Büdenholz, Spezialtransport durch Ewald mit dem LKW-der Fa. Klaus Becher zum neuen Standort im Wernsbergtal. Mit einem zünftigen Richtspruch von Arnold wird die neue Hütte am Venus-Charlottenstollen eingeweiht. Dazu parallel werden zwei weitere Projekte fertiggestellt: vor dem neuen Materialcontainer am Grubenhaus wird gepflastert und: der Kanal- und Wasseranschluß der neuen künftigen WC-Anlage wird fertiggestellt. Herzlichen Dank an unserern lieben Freund Hans-Peter Fischbach mit Jannik. Die beiden haben rund 200m ausgebaggert, Rohre verlegt und sehr sorgfältig wieder planiert (siehe Bilder unten). Das so viele Aktionen nicht an einem Dienstag vormittag zu schaffen sind, ist ja klar. So haben wir in der letzten Märzwoche allein drei volle Wochenarbeitstage investiert um die Aktionen abschließen zu können. Das ist kostenloser ehrenamtlicher Einsatz in seiner Reinform!

Aktivitäten 2016 - 2017

Hermann stiftet einen Weihnachtsbaum für die Kirche und fällt ihn auch selbst.

 

Mit dabei: Ansgar, Christoph, Arnold und Ernst.

In der Kirche helfen beim Schmücken Heinz, Paul, Josef und Helmut.

Aktuelle Aktion der Bergbaugruppe: Herrichtung Eingang und Mundloch Waldstollen

Neuerrichtung eines Material-und Werkzeugcontainers

Aktion am REWE-Markt und Möbeleinlagerung

Gerd, Berthold und Bernd informieren die Bürger über die Arbeit des Heimatvereiunsa und die derzeitigen Aktivitäten